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Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht & Co.
  • von Bengt Flecks
  • Kategorie: Allgemeines

PATIENTENVERFÜGUNG

Wenn Sie eine Patientenverfügung unterschreiben, dann regeln Sie im Vorfeld die von Ihnen gewünschten medizinischen Maßnahmen. Sie legen somit fest, welche medizinischen Maßnahmen im Notfall ergriffen oder unterlassen werden sollen. Das sind beispielsweise wiederbelebende Maßnahmen. Die Patientenverfügung kommt dann zum Tragen, wenn Sie (der Unterzeichner) keine eigenen Entscheidungen mehr treffen können, z. B. Koma nach einem schweren Unfall. Wenn keine Patientenverfügung vorliegt, dann können auch fremde Personen Entscheidungen für Sie treffen.

Wichtig: Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann Menschen auch in jungen Jahren ereilen, eine Patientenverfügung ist daher nicht nur für ältere Menschen empfehlenswert.

 

BANKVOLLMACHT

Mit einer Bankvollmacht erlauben Sie einem Bevollmächtigen uneingeschränkten Zugriff auf Ihr Konto. Die Bankvollmacht ist gültig, sobald sie bei der Bank eingereicht wird. Sie kann jederzeit widerrufen werden. In der Regel hat diese Vollmacht aber auch über den Tod des Kontoinhabers hinaus Bestand. Als Bevollmächtigte werden meist Ehepartner oder volljährige Kinder eingesetzt.

 

VORSORGEVOLLMACHT

Mit der Vorsorgevollmacht bestimmen Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens, die im Ernstfall dazu befugt sind, alle persönlichen Angelegenheiten für Sie zu regeln. Dazu zählen beispielsweise die Erledigung dringender Behördengänge oder die Organisation einer häuslichen Pflege.

Wichtig: Die bevollmächtigten Personen unterliegen keiner gerichtlichen Kontrolle. Damit setzt die Vorsorgevollmacht großes Vertrauen voraus.

Tipp: Die Vollmacht sollte im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert werden.

 

GENERALVOLLMACHT

Wie der Begriff Generalvollmacht schon aussagt, erteilen Sie hiermit der bevollmächtigten Person/en das Recht dazu, nahezu alle rechtlichen und persönlichen Angelegenheiten für Sie zu erledigen. Mit einer Generalvollmacht können alle Vermögensangelegenheiten geregelt werden. Ebenso könnten Sie unter anderem bei Verhandlungen mit öffentlichen Stellen, Versicherungen und Geschäftspartnern von der bevollmächtigten Person/en vertreten werden. Persönliche Rechtsangelegenheiten, wie z. B. die Einreichung einer Scheidung, sind jedoch ausgeschlossen.

Tipp: Die Vollmacht sollte öffentlich (nicht amtlich) beglaubigt werden. Dies kann entweder bei einem Notar oder einer öffentlichen Behörde (z. B. Verwaltungsbehörde) erfolgen.

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