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Immobilienpreise steigen in der Corona-Krise um 10 Prozent
Immobilienpreise steigen in der Corona-Krise um 10 Prozent
  • von BMH
  • Kategorie: Allgemeines
  • Datum: 21.04.2021

Die Immobilienpreise kennen in Deutschland seit geraumer Zeit nur noch eine Richtung – steil nach oben. Im vergangenen Jahr sind sie erneut um 10 Prozent gestiegen, zeigt eine aktuelle Untersuchung. Die extrem günstigen Kredit-Zinsen verbunden mit dem Wunsch nach Sicherheit und mangelnden Anlagealternativen lassen die Immobilienpreise in der Corona-Krise weiter steigen. Das geht aus einer Analyse der Interhyp hervor. 

Danach sind die Immobilienpreise inklusive Nebenkosten im Corona-Jahr 2020 um mehr als 10 Prozent regelrecht explodiert. Der durchschnittliche Immobilienpreis in Deutschland beträgt damit aktuell rund 446.000,00 EUR (2019: 403.000,00 EUR). Auch die Darlehenssummen bei Erstfinanzierungen legten um fast 10 Prozent auf 330.000,00 EUR zu. 

Die günstigen Zinsen erlauben dennoch in vielen Fällen bezahlbare Raten, zeigt die Untersuchung. So lag die durchschnittliche monatliche Rate 2020 bei rund 1.070,00 EUR, im Vergleich zu rund 925,00 EUR im Jahr 2010. Eine Hürde für den Wohneigentumserwerb könne aber das Eigenkapital sein. „Die hohen Kaufnebenkosten und Immobilienpreise erfordern mehr Eigenkapital als früher und sind für viele Menschen eine Hürde“, sagt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp. 

Die Markt-Analyse zeigt auch: Regional unterscheiden sich die Immobilienpreise zum Teil deutlich. Betrachtet man die Bundesländer, waren die durchschnittlichen Kaufpreise inklusive Nebenkosten im Jahr 2020 in Bayern (rund 580.000,00 EUR), Baden-Württemberg (rund 475.000,00 EUR), Berlin (rund 510.000,00 EUR), Hamburg (rund 640.000,00 EUR) und Hessen (rund 490.000,00 EUR) am höchsten. Durchschnittlich am preiswertesten sind Häuser und Wohnungen in Sachsen-Anhalt (rund 265.000,00 EUR). In vielen deutschen Großstädten müssen Häuslebauer besonders tief in die Tasche greifen. Den höchsten durchschnittlichen Kaufpreis inklusive Nebenkosten zahlen demnach Käufer in München (799.000,00 EUR) und Frankfurt am Main (700.000,00 EUR). Die Steigerung im Vergleich zum Jahr 2015 war in Berlin mit 48 Prozent am größten, gefolgt von Frankfurt (45 Prozent) und Hamburg (38 Prozent).

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